Willkommensklassen - Paul-Klee-Grundschule, Berlin Tempelhof-Schöneberg

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Willkommensklassen

Schulleben

Im Schuljahr 2015/16 wurden an unserer Schule zwei Willkommensklassen eingerichtet. Diese Sprachlernklassen werden von Kindern besucht, die neu in Deutschland sind und die Sprache noch kaum oder gar nicht beherrschen. Gegenwärtig lernen dort 24 Schülerinnen und Schüler im Alter von sieben bis zwölf Jahren. Die Kinder kommen aus Syrien, Afghanistan, dem Irak, Eritrea und Bulgarien.
Für die Mehrzahl der Kinder ist die Vergangenheit geprägt von Krieg und Flucht. Darum stellen die Willkommensklassen zunächst einen Raum dar, in dem die Kinder ankommen können. Ihnen wird die Chance geboten, sich erst einmal im deutschen Schulsystem zu orientieren und die eventuell turbulenten Migrationsumstände zu verarbeiten. Dass die Kinder dabei auf Mitschülerinnen und Mitschüler treffen, die aus demselben Kulturkreis kommen und/oder dieselbe Herkunftssprache sprechen, vermittelt ihnen das nötige Gefühl von Vertrautheit und Geborgenheit.
Wesentliche Aufgabe des Unterrichtes in den Sprachlernklassen ist die Vermittlung von Deutsch als Zweitsprache. So bauen die Kinder einen fundierten Wortschatz auf und lernen basale grammatikalische Strukturen kennen. Denn die Entwicklung der individuellen Sprech- und Sprachfertigkeit der Kinder ist Grundlage für ihre Teilnahme am Regelunterricht. Der Übergang in die Regelklassen wird je nach Sprachkompetenz der Kinder nach einem bis zwei Jahren gestaltet. Vor allem die Heterogenität in den Lerngruppen stellt bei der Sprachvermittlung eine große Herausforderung dar und macht binnendifferenziertes Arbeiten unerlässlich. Um sowohl nicht-alphabetisierte Kinder als auch Zweitsprachenlerner angemessen zu fördern, sind daher die Arbeit im Klassenverband mit individualisierenden Lernformen und die Arbeit in Kleingruppen mit unterschiedlichen Niveaustufen allgegenwertig.
Zudem ist jedes Kind der Willkommensklassen einer regulären Klasse – seiner Patenklasse – zugeordnet. Je nach Kenntnisstand nehmen die Kinder täglich oder wöchentlich am Unterricht in ihren Patenklassen teil, um mit möglichst vielen deutschen Sprachvorbildern in Kontakt zu kommen, Freundschaften zu schließen und das Anforderungsniveau in den Regelklassen kennenzulernen.
Ausflüge und Exkursionen ergänzen und erweitern den schulischen Alltag. Sie bieten vielerlei Anknüpfungspunkte zu Unterrichtsthemen, stellen darüber hinaus immer auch einen Höhepunkt für die Kinder dar und tragen nicht zuletzt zur Festigung des Klassenverbandes bei.

Für weitere Informationen zur Vermittlung von Deutsch als Zweitsprache an Berliner Schulen siehe auch: Rahmenplan Deutsch als Zweitsprache der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport.  

Janka Seifert


 
Aktualisiert am 01.09.2017 - Heute ist der - Es ist jetzt Uhr
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